Als wenn die Landschaft nicht schon schön genug wäre, gibt es als Zugabe
auch noch eine seltene Naturerscheinung: durch einen natürlichen
Schilfkanal, den Dalyan-Fluß ist der 65 km² große Köycegiz-See mit dem
offenen Meer verbunden. Bei Flut strömt Salzwasser in den Süßwassersee
und Fische wie Meeräschen und Seebarsch kommen zum Laichen, angelockt
von der niedrigen Konzentration des Salzwassers. Keine Frage, daß in den
Restaurants am Seeufer frische Fische die Spezialität sind. Dort, wo der
Schilfgürtel Sandstreifen und Zugänge zum Wasser offen läßt, freuen sich
die Schwimmer. Der wöchendliche Markt (montags) ist immer noch das Haupter
eignis und Köycegiz ein Ort stiller Erholung geblieben. Wer das Meer erleben,
aber auch die Stimmung der Seelandschaft in aller Ruhe genießen will, läßt
sich mit dem Schiff von Köycegiz an Dalyan vorbei zum Strand fahren. Auf den
Wegen zwischen Feldern und Orangengärten ist auch das Fahrrad eine gute
Alternative (Mietangebote). Am Westufer des Sees beim Dorf Sultaniye lädt eine
schwefelhaltige Thermalquelle zum gesunden Baden ein. Als Wanderziel in den
Bergen lohnt das Agla-Plateau (800m, 13 km nördlich). Botanisch Interessierte
lassen sich am Köycegiz-See die Auwälder der Amberbäume zeigen, die seit der
Eiszeit nur noch selten vorkommen. Ihr Harz wird in arabischen Ländern zur
Herstellung von Parfüms benutzt.